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| Cystenurie |
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| Geschrieben von: Reiner Krebel |
| Sonntag, 21. Dezember 2008 um 13:36 |
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HTML clipboard Die Krankheit ist schon länger bekannt, sie tritt auch bei Menschen auf. Aber offensichtlich zeigt sich beim Landseer ein besonders schwerer Verlauf der Krankheit. Ein Verdacht ist gegeben, wenn bei jungen Rüden chronische Probleme im Harnsystem auftauchen zum Beispiel Schwierigkeiten beim Harn lassen oder Blut im Urin. Was genau ist diese Cystinurie? Zum Glück liegt bei der Cystinurie ein rezessiver Erbgang vor, also genauso wie bei der Vererbung der braunen Fellfarbe. Das heißt, es gibt Hunde, die Träger dieser Krankheit sind, die aber selbst keinerlei Anzeichen der Krankheit zeigen, das Merkmal aber durchaus verdeckt weiter vererben können. Verpaart man solch ein Tier mit einem Merkmalsträger, werden statistisch gesehen 25 % der Nachkommen krank. Verpaart man hingegen gesunde Tiere mit einem Trägertier, passiert zunächst gar nichts. Auch hier sind 50 % der Nachkommen wiederum Träger, die anderen sind gesund. Das heisst es gibt Träger (ein rezessives Allel) und Hunde mit zwei rezessiven Allelen bzw. Erbfaktoren, bei denen die Krankheit in voller Ausprägung auftreten wird. Die rezessiven Tiere (Träger) zeigen keine Krankheitszeichen. WICHTIG IST ZU WISSEN Cystinurie kann sehr gut bekämpft werden. Dazu wäre es aber notwendig, dass alle Zuchttiere getestet werden. Mit diesem Test erfasst man, ob ein Hund frei, heterozygot (verdeckterbig =Träger) oder homozygot (volle Krankheitsausprägung) ist. Zum Glück gibt es jetzt auch in Deutschland die Möglichkeit, unsere Hunde testen zu lassen. Die Firma Laboklin kann seit Anfang Dezember mit Hilfe des DNA-Tests den Erbfehler nachweisen. Dadurch kann festgestellt werden, wie weit die Erkrankung in der Population verbreitet ist. Wie wird der Test durchgeführt? Die Adresse lautet Begriffserklärung der Fa. LABOKLIN Mit Hilfe des DNA-Tests kann der genetische Defekt unmittelbar nachgewiesen werden. Dadurch können nicht nur erkrankte Tiere, sondern auch klinisch unauffällige Anlageträger identifiziert werden, die sich einer konventionellen Diagnostik entziehen. Hilfe bei Erkrankung Dieser Vorgang findet innerhalb eines sog. Redoxsystems statt, wobei wasserlösliches Cystein zu nicht wasserlöslichem Cystin umgewandelt wird. Letzteres wird über die Nieren ausgeschieden, neigt aber dazu, dort Nieren- und Blasensteine zu bilden (214). Vitamin C kann diesen Redoxvorgang umkehren und läßt Cystin erst gar nicht entstehen. Bei Untersuchungen 1981 wurde festgestellt, dass sich der Cystingehalt im Harn bei einer Vitamin-C-Gabe von 5 Gramm täglich (es stand nur Pulver zur Verfügung) in einem Zeitraum von maximal zwei Jahren bei einigen Patienten auf die Hälfte reduzieren ließ . Bei einer Einnahme von Cystein sollte darauf geachtet werden, dass diese Substanz nur zusammen mit Vitamin C eingenommen wird, da sie sich sonst in wasserunlösliches Cystin verwandeln kann, was wiederum die oben angeführten Folgen nach sich ziehen kann. Diät oder vom Arzt verschriebene Medikamenten können zusätzlich als Unterstützung gegeben werden. Eine Anmerkung noch zum Abschluss: Kein Mensch, der bei seinem Hund Cystinurie entdeckt, ist schuld. Genauso unschuldig ist ein Züchter, der nichts davon weiß! |




